Maschinenbau

Refinanzierung und Neuausrichtung eines SDAX Industrieunternehmens

  • Mitarbeiter:700
  • Umsatz:€ 120 Mio.
  • Gesellschaften:Aufteilung in 4 Business Units

Ausgangssituation:

Das Unternehmen befand sich zu Projektbeginn in einer ausgeprägten Ergebniskrise, die ohne Gegenmaßnahmen in eine Liquiditätskrise zu kippen drohte. Sinkende Profitabilität infolge stagnierender Umsätze und steigender Fixkosten wurde durch Technologiewandel und eine schwache Marktentwicklung zusätzlich verstärkt. Strukturelle Defizite wie eine ineffiziente F&E-Organisation sowie ausgeprägtes Silodenken zwischen den Business Units erhöhten den Ertragsdruck weiter. Covenant-Verletzungen im Konsortialkredit und der damit verbundene Vertrauensverlust der finanzierenden Banken verschärften die Situation erheblich und gefährdeten ohne umfassende Restrukturierungsmaßnahmen die Fortführung des Geschäftsbetriebs.

Zielsetzung:

Initial lag der Fokus auf der Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität. Parallel sollten umfassende Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz und zur Fokussierung auf wirtschaftlich tragfähige Kernaktivitäten ergriffen, um die Grundlage für die zukünftige strategische Ausrichtung zu schaffen.

Vorgehensweise:

Zur Wiederherstellung einer belastbaren Entscheidungsgrundlage wurde ein unabhängiger Business Review (IBR) durchgeführt, um nachhaltige Ertragskraft sowie finanzielle Effekte eventueller Maßnahmen zu identifizieren. Auf dieser Basis wurden zentrale Handlungsfelder in den Bereichen Portfolio & Ressourcen sowie Struktur definiert und priorisiert. Ein PMO stellte die strukturierte Umsetzung und laufende Weiterentwicklung des Maßnahmenkatalogs sicher. Parallel unterstützte DTE Consult die Refinanzierungsverhandlungen mit den finanzierenden Banken. Eine enge, faktenbasierte Kommunikation gegenüber Gremien, Banken und internen Schlüsselpersonen stellte Transparenz her und stabilisierte das Vertrauen der Stakeholder.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Konsortialkreditvertrag wurde erfolgreich neu verhandelt und unterzeichnet, wodurch die Finanzierungsstruktur langfristig gesichert und die Liquidität deutlich stabilisiert wurde
  • Die Datentransparenz gegenüber Finanzieren und internen Stakeholdern wurde wesentlich verbessert und schafft nun eine belastbare Grundlage für Priorisierung und Umsetzung der Maßnahmen
  • Personal wurde in nicht tragfähigen Bereichen reduziert und die F&E konsequent auf marktrelevante Innovationsfelder fokussiert
  • Eine Produktionsstätte wurde geschlossen und in eine andere Business Unit integriert, wodurch Kostenstrukturen optimiert und operative Abläufe gestrafft wurden
  • Ein konsistenter Umsetzungsplan sowie konsequente Einbindung von Management und Belegschaft führten zu höherer Akzeptanz, stärkerer Beteiligung und einem besseren Verständnis der Transformation“