Handel
Liquiditätssteuerung und Entscheidungsunterstützung im Insolvenzverfahren einer internationalen Retailkette
Ausgangssituation:
Eine international tätige Retailkette mit Standorten in Deutschland, Österreich und den Benelux-Ländern geriet in eine finanzielle Schieflage und musste ein Insolvenzverfahren einleiten. Betroffen waren mehrere Outlet-Stores mit bekannten Modemarken. In der Phase der vorläufigen Insolvenz sowie im eröffneten Verfahren bestand ein hoher Bedarf an Transparenz über die Liquiditätssituation zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs und Erhalt der Insolvenzmasse.
Zielsetzung:
Ziel war die Etablierung eines belastbaren, zweiwöchentlichen Liquiditätsreportings zur Steuerung der Zahlungsfähigkeit während des Insolvenzverfahrens. Darüber hinaus sollten fundierte Entscheidungsgrundlagen für den Insolvenzverwalter hinsichtlich der Fortführung einzelner Standorte und operativer Maßnahmen geschaffen werden.
Vorgehensweise:
- Aufbau und Pflege eines integrierten Liquiditätsmodells auf zweiwöchiger Basis
- Analyse von Ein- und Auszahlungen je Standort sowie auf Gesamtunternehmensebene
- Enge Abstimmung mit lokalen Einheiten zur Validierung von Plan- und Ist-Daten
- Ableitung von Szenarien zur Fortführung bzw. Schließung einzelner Stores
- Unterstützung bei operativen Fragestellungen, insbesondere Warenbeschaffung und Bestandssteuerung
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Transparente Darstellung der Liquiditätssituation über alle betroffenen Länder hinweg
- Fundierte Entscheidungsgrundlagen für den Insolvenzverwalter zur Fortführung der Stores
- Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit während kritischer Verfahrensphasen
- Unterstützung strategischer Entscheidungen, u. a. zu Wareneinkauf und Betriebsfortführung
- Beitrag zur Stabilisierung des operativen Geschäfts im Insolvenzprozess
